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Glöckchen und Schellen : heitere Erzählungen / von Heinrich Smidt
Entstehung
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Es erfolgten hierauf neue Ausrufe des Staunens, der Bewunderung und des Neides. Emil ward von Glückwünſchenden umdrängt und war nicht wenig erfreut, endlich das Ziel ſeiner Wünſche erreicht zu haben. Er ſammelte ſchon in Gedanken alle ſeine Gläubiger um ſich, ſchrieb im Geiſt auf ihre Rechnungen vidi und ſchickte ſie zum Schwiegervater. Er war ſo erfüllt vom ſteten Empfangen, daß er an nichts Anderes dachte, und ſehr erſtaunt war, als er erfuhr, daß er auch ge⸗ ben ſolle.

Der Comödien⸗Onkel trat wieder vor und ſagte:

Wollen Sie mir nicht geſtatten, für meinen Nef⸗ fen das Wort zu nehmen? Er iſt zu blöde und ſchüchtern.

Die Andichtungen dieſer Eigenſchaften, welche Emil durchaus fremd waren, ſetzten ihn in nicht geringes Er⸗ ſtaunen. Er fürchtete, daß es ſchlimm für ihn ausſchla⸗ gen könne, einen Redner für ſich eintreten zu laſſen und rief deshalb:

Erlauben Sie!

Erlaube vielmehr Du, mein lieber Neffe, fuhr Jener mit großer Ruhe fort,daß nichts geſchieht, was gegen die Würde des Feſtes ſtreitet. Mein Neffe wünſcht nämlich ſeiner Braut ein kleines Geſchenk zu überreichen, und hat mich gebeten, in dieſer Angelegenheit ſein Ge⸗ ſchäftsträger zu ſein. Geſtatten Sie, ſchöne Eliſabeth, daß ich Ihnen dies Käſtchen überreichen darf und der Dolmetſcher der Gefühle meines Neffen bin.

Er hatte den Deckel des Käſtchens zurückgeſchlagen und ein Diamantſchmuck blitzte der Braut entgegen. Sie