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Der nächſtfolgende Tag war zum heutigen geworden
und die mit großer Haſt nur einige Stunden vorher, aber ſehr dringend eingeladenen Gäſte begaben ſich nach dem Hauſe des Herrn Goldfuß, voll Ungeduld, die Ur⸗ ſache ſolcher übereilten Einladung kennen zu lernen und das Geheimniß zu erfahren, welches der Hausherr ſeinen Gäſten noch vor dem Beginn der Tafel verkündigen wolle. Manche Muhmen und Baſen, manche Couſins und Ge⸗ vattern wollten zwar in ihrer gediegenen Weisheit der Sache auf den Grund gekommen ſein und ſagten mit aufgeworfenen Lippen in der Sprechweiſe des Hamlets: „Wenn wir wollten, ſo könnten wir!“ Oder ſie flüſterten ſich ihre Vermuthungen zu, verſteht ſich, unter dem Sie⸗ gel des unbedingten Schweigens; ein Siegel, das aber wenig Haltbarkeit hatte, denn kurz darauf hallte das eben Geſagte, unter gleicher Zuſage, an dem andern Ende der Straße wieder. Unter dieſen Umſtänden, wo trotz des hellen Sonnenſcheins, Alles ein wüſtes Chaos blieb, konnte man nichts anderes thun, als ruhig das Bevorſtehende abwarten und eilte deshalb mit nicht geringer dem Hauſe des Feſtgebers zu.
Jetzt waren die Gäſte, ſämmtlich im vollſten Put, verſammelt und flüſterten und ziſchelten miteinander, die ausgeſuchten Erfrichungen nicht verſchmähend, die im Ue⸗ berfluß herum gereicht wurden. Nach einer Pauſe er⸗ ſchien dann Herr Amandus Goldfuß mit einer nagel⸗ neuen Perrücke, ſeine Frau und Tochter gravitätiſch füh⸗ rend, die Anweſenden mit huldvollen Worten und mit der Miene eines Protectors begrüßend, eine Angewohn⸗ heit, die mit großer Sorgfalt, allen denen geläufig wer⸗


