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Glöckchen und Schellen : heitere Erzählungen / von Heinrich Smidt
Entstehung
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mit freudeſtrahlenden Geſichtern und indem ſie die Damen zu einer Promenade in den

193 zur Geſellſchaft zurück

Garten aufforderten, ſagte Herr Amandus Goldfuß zu ſeiner Frau:

Die Herren werden uns morgen abermals die Ehre ſchenken, mit uns zu ſpeiſen. Vor Tiſche wird aber eine beſonders beachtenswerthe Feierlichkeit ſtattfinden, wozu ich noch in dieſer Stunde unſere Verwandten und ge⸗ nauen Freunde einladen will Es koſte, was es wolle, nur daß es an nichts fehle. Nimm Hülfe an, ſoviel Du magſt, damit Alles wohl in einander greife, denn daß ich es nur ſage, der morgende Tag wird ein Ehren⸗ tag unſeres Hauſes ſein und Alle, die an der Feierlich⸗ keit Theil nehmen, werden ſich deſſen noch lange mit Vergnügen erinnern.

Als Madame Goldfuß hörte, welche Laſt von Ge⸗ ſchäften ihr aufgebürdet ſei, hatte ſie wenig Luſt, jetzt noch einen Spatziergang zu beginnen, ſondern ging ſo⸗ gleich, um das dienende Perſonal um ſich zu verſam⸗ meln. Vorher aber fragte ſie noch ihren Mann, welche Veranlaſſung eigentlich zu einer ſchnell improviſirten Feſt⸗ lichkeit vorhanden ſei und ob ſie als Mutter denn ſie ahne wohl, wovon die Rede ſei nicht in das Ver⸗ trauen gezogen werden ſolle?

Hierzu hatte aber Herr Goldfuß wenig Luſt und ließ ſeine Frau in Ungewißheit über Morgen; zog ſich auch mit dem Onkel in ſein Arbeitszimmer zurück, wo muth⸗ maßlich die angenehmſten Geſchäfte vorgenommen wur⸗ den, denn augenſcheinlich ſehr erfreut, beſtellte der Haus⸗ herr nach einer Weile Pfeifen nebſt einer Flaſche Smidt, Glöckchen. 13