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Die Sonntagstafel des Herrn Amandus Goldfuß,
an welcher er zwiſchen Frau und Tochter präſidirte
und den Commis und Lehrlingen des Hauſes, die dazu ſtets eingeladen waren, im Eſſen und Trinken mit gutem Beiſpiel voranging, hatte heute noch ein beſonderes feier⸗ liches Ausſehen, da ſie Onkel uud Neffe Salbach als Theilnehmer zählte. Man war luſtig und guter Dinge, nnd als man zum Schluß außer Tokayer und ächtem Johannisberger, auch noch Champagner ſervirte, war der alte, ehrenfeſte Matthias ſo wein⸗ und redſelig, daß er mit dem blutjungen Franz auf die Fortdauer einer guten Kameradſchaft anſtieß.
Als die Tafel aufgehoben war, zogen ſich die Wirthe des Hauſes mit ihren Ehrengäſten in ein Nebenzimmer zurück, um nach altem Gebrauch Caffee und Liqueur zu trinken. Auf dem Wege dahin flüſterte Emil dem enga⸗ girten Onkel zu:
„Und nun ohne Weiteres zur Sache. Machen Sie es geſcheut und es wird mir auf eine Honorarzulage nicht ankommen.“
„Ohne Sorge, mein Herr,“ entgegnete Jener mit feinem Lächeln. Die Onkels waren von jeher mein Fach und ich ſpiele ſie mit Leidenſchaft.“
In der That ſchien ſich auch alles ſehr günſtig zu geſtalten. Als der Caffee präſentirt wurde, zog ſich der Onkel in eine Ecke des Zimmers zurück und ſprach an⸗ gelegentlich mit Goldfuß, während Emil ſich bemühte, die Damen zu unterhalten. Das Reſultat der Unterhaltung welche die beiden Herren mit einander führten, mußte ein ſehr zufriedenſtellendes geweſen ſein, denn ſie kamen


