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Da ging ein junger Menſch neben ihr, recht artig
anzuſchauen, mit blondem Haar und lichtblauen Augen.
Er war ſorgſam, aber nicht auffallend gekleidet, hielt ſich in einer beſcheidenen Entfernung und in ſeiner Stimme lag etwas ganz beſonders Einſchmeichelndes. Er arbei⸗ tete ſeit einiger Zeit in dem Comptvir des Herrn Gold⸗ fuß, der ſonſt nicht gern junge Leute hinter ſeinen Comp⸗ toirpulten ſah, diesmal aber eine Ausnahme zu machen gezwungen war. Der alte Herr von Salbach hatte den⸗ ſelben auf das Dringendſte empfohlen und gebeten, dem jungen Manne, der ſich der Handlung mit Leidenſchaft widme, ein weiſer Führer zu ſein. Das war ihm Aman⸗ dus und führte ihn ſo geſchickt, daß ſein neuer Zögling bald allein gehen konnte. Möglicherweiſe hatte es dieſer auch ſchon früher gekonnt.
Herr Franz declamirte ſehr eifrig. In der That hatte er ſich das dankbarſte Thema erwählt, das ein Declamator ausbeuten kann: die Liebe. Genau genom⸗ men, war es die Liebe zu Mamſell Goldfuß, die er ihr in aller Form erklärte und um Gegenliebe bat.
Es war ſchon geſagt, daß Eliſabeth alles mit nieder⸗ geſchlagenen Augen anhörte, um ſich die Verwirrung zu erſparen, und dem jungen Manne Muth zu machen, weiter zu reden. Jetzt aber erhob ſie das Köpfchen und mit einem allerliebſten Erröthen ſagte ſie die Phraſe, die junge Mädchen immer ſagen, wenn ihnen der Antrag ihres Liebhabers gefällt:
„Sprechen Sie mit meinen Aeltern.“
„Das will ich!“ entgegnete Herr Franz, ſeiner Er⸗ wählten die Hand küſſend.„Ich fürchte nur, daß meine
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