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Glöckchen und Schellen : heitere Erzählungen / von Heinrich Smidt
Entstehung
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iſt zu vermuthen, daß er von dem Unſrigen ein Beträcht⸗ liches herausnimmt. Aber er gehört einer angeſehenen Familie an, trägt einen vornehmen Namen und würde, als unſer Verwandter, gewiſſermaßen einen Schein auf uns werfen.

Sehr wahr.

Jetzt höre mich an. Ich habe ihm geſagt, ſein On⸗ kel ſolle den Ausſchag geben. Wenn dieſer käme und ſeinen Conſens zu der Heirath ertheilte, auch hinſichtlich der irdiſchen Güter, die dieſer reſpectable Herr in reich⸗ lichſtem Maaße beſitzt, ein Wort fallen ließe, ſo wolle ich die Heirath zugeben. Das wurde ausgemacht, bevor er vor ein Paar Tagen nach der Hauptſtadt reiſte.

Ein alter Commis, der leicht ſeit der Einrichtung des Hauſes in dem Comptvir deſſelben fungirt haben mochte, kam jetzt herbei und ſagte:

Wollte hiermit einen Gruß von dem jungen Herrn von Salbach ausrichten, den Hochderſelbe ſo eben für Sie im Comptvir hinterlaſſen hat. Er präſentirte einen Wechſel, den ſein Herr Onkel ansgeſtellt hatte und den der Herr Caſſirer ſogleich mit der Baarſumme von tau⸗ ſend Thalern honorirt hat, ob es gleich gegen die Ordnung iſt, an einem Sonntage Wechſel zu präſentiren und aus⸗ zuzahlen.

Ganz wohl, Herr Matthias, ich danke Ihnen. Du ſiehſt, Eheliebſte, daß zwiſchen Onkel und Neffen ein ganz leidliches Verhältniß obwalten muß, denn ſonſt hätte der Alte nicht den Wechſel herausgerückt. Aber worauf warten Sie noch Herr Matthias?

Habe annoch zu vermelden, entgegnete dieſer, daß