oder Arrac mehr, als ſonſt üblich, in 8 ſelbſt Krite Taſſe fließen zu laſſen.
Endlich waren Alle verſorgt. Die Strickſtrüm 3 die Filetnadeln und die Zungen wurden in Bewegung geſetzt und die Maſchen fielen mit dem lieben Nächſten um die Wette,— die Erſteren, um wieder aufgenommen zu wer⸗ den, die Letzteren, um liegen zu bleiben.
„Aber, wo bleibt denn unſere Lätitia Graspelmann?“ fragte die Dame des Hauſes und plötzlich bemerkten Alle, daß die Krone des Zirkels fehle, während ſie im Stillen dachten, es ſchade gar nichts, denn mitunter ſei das im⸗ merwährende Schnattern dieſer alten Gans unerträglich.
Da riß Jemand draußen an der Klingel, ſo lange und ſcharf, daß der Ton derjelben ſchrillend durch das Zimmer flog.
„Das iſt die Graspelmann!“ rief Tante Emerentia ahnungsvoll.„Gott gebe es gnädig!“
„Die Graspelmann! Die Graspelmann!“ ſtimmten die Damen ein und erhoben ſich unwillkührlich von den Stüh⸗ len. Louiſe eilte nach der Thür, um den ſpäten Gaſt zu empfangen. Aber ſchon auf der Schwelle trat ihr Lätitia Graspelmann entgegen. Mit Mantel, Hut und Muffe beſchwert, wankte ſie bis in die Mitte des Zimmers und ſagte mit matter Stimme:
„Einen Seſſel! Entmufft mich!“
Louiſe rollte ihr einen Lehnſtuhl hin und löſte das Hut⸗ band. Eine andere Dame nahm die Muffe, eine Dritte den Mantel. Eine Vierte brachte den Thee und die Wir⸗ thin reichte mit einem ſüßen:„Hier, liebe Graspelmann“ das mit fleurs d'orange geflüllte Flacon. Nach dieſer


