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verſchwunden. Jerta wird dieſen Kampf nicht überſtehen. Oesrick ſtirbt und ſie kann ohne ihn nicht leben. Ich aber bin mit Zerta unauflöslich verbunden im Leben wie im Tode. Treu dem Gelübde, das ſich die Jungfrauen des Nordens leiſten, will ich nie ein Glück genießen, das ihr nicht zu Theil werden kann. So ſind wir getrennt, mein Freund, nachdem wir uns kaum vereinten und ich bin Wittwe, bevor ich Weib geworden bin. Zetzt gehe ich, ſie von dem in Kenntniß zu ſetzen, was unſerer harrt.“
Sie ging und ließ den Geliebten in tiefſter Nieder⸗ geſchlagenheit zurück.
Kaum hatte Jerta erfahren, welches große Unglück ſie traf, als ihr Charakter ſich wunderbar verwandelte. Die Jungfrau legte eine Stärke und Entſchloſſenheit an den Tag, von der Niemand eine Ahnung hatte. Sie be⸗ zwang ihre Thränen und die innere Erregung gewaltſam zurückdrängend, ſagte ſie:
„Hier helfen nicht Klagen und Weinen; hier muß gehandelt werden. Mein Platz iſt an der Seite meines Osrick.“
Schnell war ſie zur Fahrt an Bord der Brigg ge⸗ rüſtet. Erſt als ihr dies verweigert wurde, brach ſie in Thränen aus. Nichts halfen die Bitten und Ermah⸗ nungen des greiſen Vaters; nichts das Flehen der treu bewährten Freundin. Sie blieb bei ihrem Vorſatze und als ſie auf beharrlichen Widerſpruch traf, ſank ſie in


