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— 307— der ganzen Beſatzung— unter ihnen der Capitain— waren noch übrig. Der Arzt, der ſich auf offener See freiwillig an Bord begab, hielt treu auf ſeinem Poſten
aus. Aber ſeine Kunſt war nicht ſtark genug geweſen,
die Krankheit zu brechen. Keiner blieb von ihrer Wuth unberührt.
Mit ſchwerem Herzen geleitete Ole Neen ſeinen Herrn nach Hauſe.
Zwei Tage vergingen. In dem Stand der Dinge änderte ſich nichts. Die jungen Mädchen ahnten das Schrecklichſte, allein der alte Herr blieb unerbittlich. Sein Mund war feſt verſchloſſen. Umſonſt verſuchte ZJerta ihre Schmeichelkünſte; umſonſt warf ſie ſich, in Thränen aufgelöſt, zu ſeinen Füßen. Sie erfuhr nichts. Aber Skuld war zu Ole Neen getreten und hatte ihn über das
Schickſal der Brigg befragt. Die Jungfrau war dem
Geliebten, den ſie vollſtändig beherrſchte, geiſtig überle⸗ gen und er konnte ihr nichts verbergen. Nach der erſten Viertelſtunde wußte ſie Alles.
„Es iſt gut,“ ſagte ſie ruhig.„Als ich hierher fuhr, legte ſich eine Centnerlaſt auf mein Herz. Ich fühlte, daß mir ein Unheil bevorſtand, aber ich konnte es nicht
klar erkennen. Nun weiß ich es und meine Angſt iſt


