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Der Spätherbſt war über die nordiſche See ge⸗ kommen. Er hüllte ſie in ſeine trügeriſchen Nebel und durchwühlte die klippenreiche Fluth, die wildſchäumend aufſpritzte.
Ole Neen, der wackere Gehülfe des Quarantaine⸗ Voigts vom Sarge, ſaß auf einem Stein am Ufer und ſah auf ſeinen kränkelnden Herrn, der, den Blick zu Boden geſenkt, an ſeinem Stabe auf und ab ſchlich.
„Ich halte es nicht aus, ihn länger ſo zu ſehen,“ ſagte der treue Mann vor ſich hin.„Sein Körper lei⸗ det und außerdem reibt er ſich auf in der Sehnſucht nach ſeinem Sohne. Und je milder und zerknirſchter es in ſeinem Innern ausſieht, je rauher und abſtoßender wird er äußerlich. Ich kenne das.— Nun ſteht er ſtill und ſieht wieder hinüber nach dem Garten.— Der Ne⸗ bel läßt Nichts unterſcheiden, armer Herr!— Und doch! In der Kimmung blinkte es vorher auf. Vielleicht krie⸗ gen wir in einer Stunde klares Wetter und ſie haben drüben auf dem Garten von der faſten Wall her Nach⸗ richt erhalten. Ich will auf alle Fälle das Boot klar machen.“
Nach einer Stunde hatte, wie Ole Neen es prophe⸗ zeite, der auftommende Wind die Nebel auseinander ge⸗ legt und man ſah den Garten deutlich vor ſich. Ole Neen hatte mit dem Quarantainevoigt geſprochen und dieſer unter Schmerzen polternd und ſcheltend ſeine Ein⸗ willigung zu einem Kreuzzuge ſich abtrotzen laſſen, den


