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Laßt ihn liegen, Herr. Ich werde ſeinen Turnus am Steuer aushalten.“
„Ich kenne den Nils,“ entgegnet der Ofſizier.„Er iſt ein liederlicher Burſche und hat ſich betrunken. Wenn er morgen nüchtern iſt, ſoll er ſeiner Strafe nicht ent⸗ gehen.“
Die Nacht geht ruhig vorüber.
Am andern Tage fliegt die Brigg durch die Straße
von Gibraltar und ſchießt hinaus in die ſpaniſche See.
Der Offizier, der geſtern einen Mann von ſeinem Wacht⸗
volk vermißte, hat wieder den Dienſt. Er muſtert ſeine
Leute und vermißt denſelben Mann. Auf ſeinen Befehl
läuft einer der Schiffsjungen in das Volkslogis, um ihn
zu ſuchen. Nach wenigen Augenblicken kehrt dieſer auf
das Verdeck zurück, vorwärts getrieben von banger Furcht,
alle Zeichen der Todesangſt im Geſicht. Er ſtürzt zu
den Füßen des Offiziers und ruft mit ängſtlich⸗bebender Stimme:
„Der Nils iſt ganz ſchwarz geworden. Seine Augen leuchten wie zwei glühende Kohlen.“
„Der Junge iſt toll!“ ſchilt der Offizier. Aber das Wort ſtirbt ihm auf der Zunge. Ein böſes Ahnen fliegt ihm durch den Sinn. Da entſteht auf dem Vorderdeck ein augenblicklicher Tumult. Das ganze Wachtvolk iſt


