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Fuß hohe Argäus wie ein Rieſe in den klaren Morgen⸗ himmel hinauf. Eine Brigg, ſchmuck getakelt und handlich zu ſteuern,
ſchießt mit vollen Segeln in die weite Seebucht hinein,
welche man das Smhrnaer Meer nennt und ſteuert der Mündung des Meles zu, an deſſen Ufern, einen Berg hin⸗ anſteigend, die reichſte Handelsſtadt des Orientes, das goldene Ismir, welches die europäiſchen Seefahrer Smyrna nennen, ſich ausbreitet. Da liegt das ſtolze Handels⸗Emporium der Levante, mit ſeinem von Schiffen ſtrotzenden Hafen, ſeinen hunderttauſend buntgemiſchten Einwohnern, die den Werth der von ihnen im Laufe eines Jahres verſendeten Waaren nach Millionen be⸗ rechnen.
Ein buntes Gewimmel iſt in dieſen engen, ſich zu einem kaum zu entwirrenden Labhrinth verkettenden Stra⸗ ßen. Türken, Griechen, Armenier, Juden und Franken ſtreichen raſtlos aneinander vorüber. Alle, die hier wan⸗ dern, ſind verſchieden in Glauben, Sitten und Gewohn⸗ heiten und jagen nur einem Phantom nach— dem Gewinn. Es ſtrömt herab aus dem hochgelegenen Tür⸗ kenquartier, es ſtürmt hinauf aus dem untern Theil der Stadt, wo die Griechen und Armenier wohnen; es prallt auf einander, ſich drängend und ſtoßend, ſich gegenſeitig verwünſchend, von dem Hafen nach der Börſe, von der Börſe nach dem Hafen ſich fortwälzend, ſich beneidend und anfeindend und wo es irgend möglich, ſich ein Bein


