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lich deckte ein flammendes Roth ihre Stirn und ſie ſchrie laut auf:
„Ein Segel! Er iſt es!“
Dann aber hatte ſie es wieder aus den Augen ver⸗ loren und konnte es in der auf⸗ und abwogenden Fluth nicht wieder finden, wie ſcharf ſie auch umherblickte.
Es war auch kein Segel geweſen, ſondern das Blin⸗ ken einer zuſammenbrechenden Welle, über welche eine Möwe hinſtrich, die von dem letzten Schimmer des Abends angeſtrahlt wurde.
Wo waren Oösrick und ſein gutes Schiff, nach wel⸗ chen Jerta ſich ſo ſehnte? Keine Kunde kam davon nach dieſen entlegenen nordiſchen Inſeln. Der Quaran⸗ taine⸗Voigt ging ungeduldig auf ſeinem Felſen hin und her. Jede Mahnung, die von Jerta an ihn gelangte, wies er mürriſch zurück. Aber im innerſten Gemüth war er tief bekümmert, daß er keinen Troſt hatte für die liebende Jungfrau.
Da liegt die Mittellandsſee im vollen Glanze vor uns. Von fern herüber winkt das ſchwarze Meer und die mächtige Halbinſel, welche zwiſchen Beiden ruht, iſt das feuerathmende Natolien. Die langgeſtreckten Ge⸗ birgsketten des Taurus und Anti⸗Taurus durchziehen es und über die ſtolzen Kuppen ragt der dreizehntauſend


