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muths flog über ihre Stirn.„Aber es gelingt Dir nicht.“
Sie ſah der Freundin in das treue Auge und fuhr fort:
„Nein, ich zürne Dir nicht, da ich weiß, daß Du dieſen Zweifel nur ausſprichſt, um meine Sehnſucht zu mildern, denn Du ſiehſt wohl, daß ſie mich verzehrt.“
Die beiden Jungfrauen umarmten ſich und Jerta ſagte, durch Thränen lächelnd, nach einer Weile:
„Wenn mein Osrick aus dem ſchönen Süden heim⸗ kehrt, dann ſollen auch für Dich Frendentage anbrechen. Ich habe es wohl geſehen, daß Ole Steen, wenn er mit einer Botſchaft von dem Sarge herüberkommt, nur Augen für Dich hat. Und Du, Schelmin, ſiehſt das Boot, welches ihn trägt, immer zuerſt, wenn es auch noch ſo weit entfernt iſt. Osrick wird auf ſeinem Schiffe einen Platz für den ſchmucken, jungen Matroſen haben, und Du ziehſt dann mit mir in die blumenduftigen Thäler, wo die Sterne golden blinken und die See vom Purpur widerſtrahlt.“
„Wer weiß, wo dieſe Blumenthäler liegen und wo die goldenen Aepfel reifen, womit Du mich laben willſt,“ erwiederte Skuld mit einem trüben Lächeln. Dabei fiel ihr Blick auf den ſteinernen Sarg, über den gerade eine dunkle Wolke hinzog. Sie ſchauerte zuſammen und ging dem Hauſe zu.
gerta aber blickte unverwandt auf die See. Plötz⸗ 18*


