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Meeresstille und hohe See : neue Seegeschichten / von Heinrich Smidt
(Verfasser der Devrient-Novellen [et]c.)
Entstehung
[Giessen] [2025]
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„Er iſt es,“ ſagte das Weib und wollte weiter ſprechen, aber Dirk Heick riß ſie mit ſich fort, trat dicht vor den ſpaniſchen Matthes hin und auf das Weib zeigend, rief er:

„Iſt es dieſe, welche Du geſtohlen und mit Dir ge⸗ ſchleppt haſt?“

„Ich habe nichts geſtohlen, ſie iſt freiwillig mit mir gegangen,“ lachte der ſpaniſche Matthes.“„Aber was geht das Dich an...7“

„Du haſt ſie mit Deinen hölliſchen Künſten umſtrickt, daß ſie den letzten Reſt ihres irdiſchen Heiles daran gab,“ ſagte Dirk Heick,„und haſt ſie dann im ſchändlichen Uebermuth von Dir geſtoßen. Du haſt ſie mir geſtoh⸗ len! Mir!“.

„Ha! ha! ha!“ unterbrach der ſpaniſche Matthes den Frieſen.„So biſt Du..!“

„Ich bin der Mann, den Du bis zum Tode belei⸗ digteſt und Du ſollſt dafür büßen. Wehre Dich!“

Mit wildem Grimm warf ſich Dirk Heick über den Seemann her, der, obgleich auf einen ſolchen Angriff nicht gefaßt, ſich dennoch wie ein Verzweifelter wehrte, bis er röchelnd am Boden lag.

Die Anweſenden waren, von dem unerwarteten Auf⸗ tritt erſchreckt, auseinander geſprengt. Sie begriffen halb und halb, was hier vorging und wagten nicht, ſich darin zu mengen. Wüſtes Geſchrei ertönte. Loſe Geſellen löſchten die Lichter an der Wand, um den Wirrwarr zu mehren. Der Wirth ſchrie aus Leibeskräften nach den