den Leib und daran hängend das blitzende Meſſer. Das Haar begann ſich bereits weiß zu färben, aber die Ge⸗ ſtalt war noch markig und feſt. Nachläſſig ſchlendernd, rauchte er ſeine Cigarre, ſcherzte mit den Kindern, die ſich an ihn drängten und warf ihnen lachend einige Vintems hin, um die ſie ſich lärmend balgten. Er war allgemein bekannt an dieſer Uferſtrecke und Grüße flogen ihm von allen Seiten entgegen, die er bald vertraulich,
bald nachläſſig, bald gar nicht erwiederte.
„Sennor Matteo, Ihr werdet alle Tage jünger,“ ſagte ſchmunzelnd ein alternder Seemann, der mit den gediegenen ſilbernen Knöpfen und der goldenen Kette lieb⸗ äugelte, womit ſich Matteo geſchmückt hatte.„Ihr habt es gut getroffen in dieſer Zeit der allgemeinen Noth und Bedrängniß. Euch ſieht man es auf den erſten Blick
an, daß Ihr Eure Ladung ſicher im Raum geborgen und
die Luken wohl verſchloſſen habt.“
„Es geht hin!“ ſagte Jener, gleichmüthig weiter rauchend.
„Iſt das ein Unterſchied zwiſchen jetzt und damals, als wir uns zuerſt begegneten,“ fuhr der alte Beppo fort.„Wißt Ihr es noch, Sennor? Ihr kamt als ein Schiffbrüchiger uach Sevilla, um auf irgend einem Verdecke einen Platz zu finden, wäre er auch noch ſo klein. Befand mich damals gerade in der Nähe und als ich den Hunger ſah, mit dem Ihr zu kämpfen hattet — er ſtand deutlich auf Eurem Geſichte zu leſen— theilte
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