„Ich habe auch den böſen Geſellen, den Frerk Han⸗ ſen aufgeſucht,“ fuhr Jener zu erzählen fort; aber nichts von ihm erfahren. Er ſagte mir nur, wenn ich Euch ſähe, möchte ich ſagen, die Verwünſchungen Eures Va⸗ ters wären in Erfüllung gegangen. Ich weiß nicht, was er damit meinte, aber ich muß Euch leider melden, daß Euer väterliches Gehöft bis auf den Grund abgebrannt iſt und zwar, ſeltſam genug, in einer Nacht, da ein gro⸗ ßer Sternſchnuppenfall geweſen iſt. Das Geweſen des alten Jens Bork aber iſt ein Opfer der letzten Sturm⸗ fluth geworden.“
Bei dieſen Worten gedachte Dirk Heick an den Schwur des Vaters, daß die Sterne vom Himmel fal⸗ len und ſein Haus verderben ſollten, ehe die Heirath zu Stande käme, ſammt Allem, was Jens Bork darauf ent⸗ gegnete. Er bat den Mann, ihn allein zu laſſen und brütete vor ſich hin, der vergangenen Freuden und Lei⸗ den gedenkend.
Wie waren die Erſteren ſo kurz und die Andern ſo lang. Dirk Heick und Inken Bork hatten das heimiſche Eiland verlaſſen. Sie kamen in Gegenden, die ihr Fuß nie vorher betrat. Mit Mühe gelang es ihnen, ihre Heirath zu ſchließen, und den eignen Heerd zu gründen. Dirk Heick fuhr zur See, aber er unternahm nur kurze Reiſen, um bald wieder bei ſeiner Frau zu ſein. Waren die Beiden von einander getrennt, vermeinten ſie, die Sehnſucht möchte ihnen ſchier das Herz zerſprengen;
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