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Meeresstille und hohe See : neue Seegeschichten / von Heinrich Smidt
(Verfasser der Devrient-Novellen [et]c.)
Entstehung
[Giessen] [2025]
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derFortuna, der gerade vorüberging, konnte ſich keines beſonders höflichen Grußes rühmen. Dirk Heick hatte daraus wenig Arg, machte ſeine Meldung im Comtoir, empfing daſelbſt große Lobeserhebungen und kehrte an Bord zurück. Allenthalben war man des Rühmens voll und jedes an ihn gerichtete Wort war eine Schmeichelei. Er hatte für Jedermann eine höfliche Erwiderung, konnte aber eine gewiſſe Ungeduld nicht unterdrücken und ſobald es nur irgend anging, zog er ſich in ſeine Kajüte zurück, einem Manne winkend, der ihm auf dem Fuße folgte. Ich bringe auch dieſes Mal keinen Beſcheid, ſagte dieſer eintretend.Alle meine Nachforſchungen ſind ver⸗ geblich geblieben. Keine Nachricht? rief der Capitain erbleichend. Nicht die geringſte, war die Antwort.Ihr kennt mich genugſam und wißt, daß ich mir keine Mühe ver⸗ drießen laſſe. Ich habe ſelbſt eine Reiſe nach Sylt un⸗ ternommen und Ihr wißt, was das heißen will, ſowohl der Strapatzen, als auch der Leute wegen, die jeden Fremden mit Erſtaunen anblicken und nicht begreifen, was er bei ihnen will. Vielleicht, dachte ich, iſt Euer Weib von Reue ergriffen, zu den Ihrigen zurückgekehrt. Aber nichts von dem Allen. Ihr Vater iſt dem Eurigen in die Ewigkeit nachgefolgt und ihr Erbe ſteht verwaiſt. Von Euerm Weibe wollte Keiner etwas gehört haben. Alles umſonſt! ſagte Dirk Heick mit tiefem Schmerz und drückte die Hand gegen das lautſchlagende Herz.