werdet Ihr doch nicht von dieſen Armen herunterpredigen. Und die Flamme, die aus dieſen Herzen herausſchlägt, wird fortbrennen, ſo lange die Beiden noch einen Athem⸗ zug in der Bruſt haben.“
„Schweigt, Ihr gewiſſenloſer Spötter,“ entgegnete der Geiſtliche mit großem Ernſte.„Dies iſt Eure letzte Frevelthat. Fortan wird man Euch ſtrenge überwachen und die Diener des Voigts werden Euern Schritten fol⸗ gen. Aber auch dies letzte Werk ſoll nicht beſtehen blei⸗ ben; ich mache es zu Schanden. Rührt Euch nicht von der Stelle, Ihr Unſeliger, ſonſt laſſe ich Euch noch in dieſer Nacht feſtnehmen. Ihr wißt es, der Landvoigt wohnt nicht weit.“
Frerk Hanſen biß die Zähne zuſammen und ballte in ſeinem Grimm die Fäuſte. Aber er wagte es nicht, den Befehlen des Geiſtlichen zu trotzen, denn vor den Die⸗ nern des Voigts hatte er große Furcht. Darum blieb er mit übereinander geſchlagenen Armen am Heerde ſte⸗ hen und zog die Stirn in dichten Falten, als er ſah, wie der Geiſtliche die Beiden zu ſich rief, und ſich der um⸗ herliegenden Werkzeuge bediente. Er impfte ihnen das Kreuz des Glaubens ein, gekreuzt mit dem Anker der Hoffnung und als er ſein Werk vollendet hatte, ſagte er:
„Kehret heim und unterwerft Euch dem Willen des Himmels, der durch den Mund Eurer Väter zu Euch ſpricht. Gehorſam ſei Euere Zierde. Wer die Eltern nicht ehrt, verachtet auch die Gebote Gottes.“


