Und als der Gottesdienſt geendet war und die Zuhörer ſich darüber einigten, daß der Herr Paſtor noch nie ſo eindringliche Worte geſprochen habe, ging dieſer zu den Vätern der jungen Leute, nahm Beide mit ſich und ſuchte ihre Einwilligung zu erlan Sie aber blieben bei ihrem Sinn.
Jens Bork ſagte ſpöttiſch: Er ie gemeint, der Herr Paſtor erſcheine für einen ganz Andern als Frei⸗ werber und der wäre ihm willkommen geweſen; nun aber brauche er ſich nicht weiter zu bemühen.
Meinert Heick vermaß ſich in ſeinem Stolze, indem er ſagte, er werde die Heirath nicht zugeben, wenn auch die Sterne vom Himmel fielen und ihm Haus und Hof verſengten. Da ließ der Geiſtliche ab mit Bitten und ſtrafte den Frevler mit ſtrengen Worten. Der aber hörte kaum darnach hin und Zens Bork ſagte im Baßbti⸗ ſchreiten:
„Sollen die Sterne lieber Dein Haus verbrennen, ehe Dein Junge meine Dirne heirathet, ſo ſoll die Nordſee
mir Haus und Hof wegſchwemmen, ehe ich leide, daß
meine Tochter Deinen Jungen kriegt, und wenn Du ſie auf den Knieen von mir erbettelſt. Da haſt Du Deinen Beſcheid.“
Von den Vätern hatte der Geiſtliche abgelaſſen, da ſie ſeine liebreichen Ermahnungen verlachten und der ernſten Warnung ſpotteten. Aber auch die jungen Leute
hörten nicht auf ihn. Von ihrer brennenden Leidenſchaft


