Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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des Knaben erſchrockene Mutter folgt. So eben hat das Thier Raimond's Hals wie⸗ der verlaſſen und ſchießt pfeilſchnell unter das erwärmte Geſtein. Die Amme ſah die Nat⸗ ter vom Knaben ablaſſen, die Mutter erblickt nur in einem Moment die fuͤrchterliche Creatur. Der Hals des Kindes ſchwillt au⸗ genblicklich an, und, aller Mittel ungeachtet, beim Untergange der Sonne ſcheidet die Seele des Knaben vom vergifteten Koͤrper. Siegwart, von der Jagd heimkehrend

und ſein Kind noch in den letzten Zuͤgen lie⸗ gend und die Mutter in Verzweiflung fin⸗ dend, hat noch drei Toͤchter, aber ſein Sohn, der einzige, iſt nicht mehr. Sei nicht zu kuͤhn, Redekunſt! wage dich nicht an die Dar⸗ ſtellung des Jammers, der nun in der gan⸗ zen Burg raſ'te, als der Knabe entſeelt da⸗ lag! Deine Schwingen ſind zu matt, auf denen du einherſchwebend die Schreckensſcene zur Schau tragen und darſtellen willſt. So oft in der Folge Siegwart die immer her⸗

Die Siegwarts⸗Kapelle. I. 15