abrollenden Thraͤnen Wolfers ſah, gingen auch ihm die Augen uͤber, und Brunhilde war vom uͤbermaͤßigen Weinen faſt erblindet. In dieſer Zeit der groͤßten Angſte erſchien ein das Gemuͤth aufrichtender Engel.„Ha, ge⸗ wiß Pater Anſelmus Beatus! er wird wohl Wort gehalten haben!“ rief Fuͤrſt Fer⸗ dinand aus.„Richtig errathen, Beatus war das Werkzeug, deſſen ſich die Vorſehung bedienen wollte, nicht bloß die traurigen Ge⸗ muͤther zu troſten, ſondern auch wahren Chri⸗ ſtenglauben und Chriſtentugend hier zu pflanzen.
Pater Anſelmus Beatus ſprach wi⸗ der Erwarten dieſes Mal milde Worte, ſtellte die Ermordung des jungen Wolfers als eine abſcheuliche Grauſamkeit dar, an welcher der Gott der Liebe kein Wohlgefallen haben konne, und das Ungluͤck Raimond's als eine geringe Zuͤchtigung fuͤr das begangene Böſe und als einen Fingerzeig der Vorſehung, daß mit Erbauung eines Bethauſes nicht laͤnger gezoͤgert werden ſolle.„Und damit Ihr Euch
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