von dem ſchrecklichen Tage an Wolfer nie ſeinen Thraͤnen voͤllig Einhalt zu thun ver⸗ mochte. Auch beim Scherzen, waͤre er deſſen noch faͤhig geweſen, wurde er geweint haben.
Als des jungen Wolfer's Leichnam der Erde uͤbergeben wurde, ſaß der dreijahrige Raimond, des Burgherrn juͤngſtes Kind, vor der Burg und pfluͤckte Beeren, die der Spaͤtſommer zur Reife gebracht hatte. Ein glattes ſchlankes Thier, deſſen Haut ſo praͤch⸗ tig in der Abendſonne glaͤnzte und deſſen Fuglein ſo munter um ſich blickten, zog Raimond's Aufmerkſamkeit auf ſich. Er nahet ſich behutſam, ſtreckt beide Haͤndchen wie nach einem Schmetterlinge oder einem Voglein aus und— huſch! iſt das ringelnde Thierchen gefangen. Doch dieſes, nichts an⸗ ders als eine Natter, ſpringt an des Kindes entbloͤßten Hals, beißt mit ſcharfem Zahne ein und impft toͤdtliches Giſt in den zarten Koͤrper. Raimond ſchreit heftig auf, ſo⸗ gleich erſcheint die Amme, der auf dem Fuße


