Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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und als ſüne Beobachterin mit des ſcharfen Mutterauges klarem Blicke den Geſchmack und die Neigung der geliebten Helene erſpaͤhen zu können. Dem Vater freilich war das ſtets rege Leben in ſeiner, bis dahin nur ernſten Geſchaͤften geweihten Wohnung ſehr zuwider. Jedoch ſo ſehr er auch gegen das ewige Cour⸗ machen, wie er es nannte eiferte, ſo mußte er ſich's doch gefallen laſſen. Unterdeß entfal⸗ tete ſich auch die andere Roſenknospe die Schoͤnheit der beſcheidenen Laurentia. Sie, mehr die Stille liebend, wich zwar dem Schwarme leidenſchaftlicher Verehrer, den Huldigungen ſußer Herrchen aus, aber mußte ſich doch Einiges gefallen laſſen, wollte ſie der uͤbeln Nachrede, ſie ſei menſchenſcheu, nicht immer mehr Wahrſcheinlichkeit geben. Alſo nur Einigen verſtattete ſie, ſich ihr zu nahen, und unter dieſen bevorzugte ſie offen⸗ var den melancholiſchen Maler Georg Lich⸗ tung, ſo wie die ältere Schweſter dem rei⸗ chen Juwelier Stein gold ihre Hand zum