Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

S

26

herrlicher Mann Der zwölfjährige Trau⸗ gott überlegte, ſann hin und her und wenn man ihn fragte, zu was er ſich entſchloſſen habe, antwortete er immer:Zu nichts. Jedoch es hatte damit ſein Bewenden: Gottfried ſtudirte endlich Jura und Trau⸗

gott ward ein Apotheker. Das koſtete frei⸗

lich viel Geld und woher den armen Leuten dieſes kam, wußte man nicht, ausgenommen, daß man ſich ins Ohr raunte, der Maurer⸗ geſelle Balthaſar Feſſelring habe in ei⸗ nem Keller viel Geld gefunden und heimlich mit nach Hauſe genommen.

Faſt das ganze Vermoͤgen wurde an die Kinder gewandt. Auch die Toͤchter wurden gluͤcklich an den Mann gebracht, beſonders weil ſie eine recht huͤbſche Ausſtattung erhiel⸗ ten. Indeß, obgleich ſich die ſorglichen El⸗ tern von allem baaren Vermoͤgen beinahe

ganz entbloͤßt hatten, ſo durſten ſie doch in

ihrem Alter keine druͤckende Noth erfahren, denn Gottfried érwarb ſich als Advokat

4 5