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Thuͤr verſehen, aber keine Fenſteroffnung zu
entdecken. Im Innern der Kapelle war es leer, nur ein morſcher hoͤlzerner Altar, unge⸗ kuͤnſtelt und ungeſchmuͤckt, einfach wie der Vortrag der chriſtlichen Lehre in den Zeiten, denen dieſes Gebaude ſein Daſein verdankte, aber ehrwuͤrdig, heilig, mahnte dieſe Reliquie den Eintretenden an Erhebung des Gemuͤths zum Ewigen, heiſchte ſie vom Nahenden Nie⸗ derſinken auf die Knie, Suͤndenbekenntniß und Gebet und der Gott erfullten Seele be⸗
geiſterten Lobgeſang. Geſchah dieſes, o dann
verklaͤrte ſich dieſer mit Daͤmmerung erfullte Raum mit freundlichem Lichte, mit Erhoͤrung zuſagender Klarheit. Dieſe Kapelle war es, in welcher zu ge⸗ wiſſen Zeiten die fromme Gemahlin des Für⸗ ſten Ferdinand ſich der Andacht zu uͤber⸗ laſſen pflegte; hier war es, wo des Malers Georg Lichtung Meiſterhand ein meiſter⸗ liches Gemaͤlde ſchaffen ſollte. Nur daran den⸗
kend, was der in der Kapelle zuerſt vornehme,


