Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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M

Tempelraͤubers und Erzketzers, verwuͤnſchend. „Eine entſetzliche Scene!“ ſpricht er zu ſich ſelbſt,„wohl eines geſchickten Pinſels wuͤr⸗ dig; das iſt meines boͤſen Geiſtes hoͤlliſches Werk; aber beten— nein, beten kann und mag ich nicht!“— Das iſt die Macht der ſchwarzen Melancholie, die ſie uͤber die Seele ausuͤbt, welche ſich mit dem Schilde des Glaubens und dem Harniſch der Zuverſicht nicht gewappnet hat.

Mit Anbruch des Tages verbreitete die tauſendzuͤngige Fama durch die ganze Stadt, der Maler Lichtung werde heute durch die Martern der Folter zu einem Geſtaͤndniſſe ge⸗ bracht und in wenigen Tagen gehenkt wer⸗ den. Der Marterkammer nie einroſtende Thuͤr wurde erſchloſſen, die Henkersknechte hatten ihre Weiſung, des Malers wartend, wie das nimmer einſtuͤrzende Hochgericht.