Teil eines Werkes 
4. Band (1841)
Entstehung
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der Bauchredner. 263

hatte, als ſei gar nichts vorgefallen. Das gab ihm den Todesſtoß. Seit der Zeit gewoͤhnte er ſich an Brandy, den er in ungeheurer Menge zu ſich nahm. Aber betrun⸗ ken wurde er nie davon, und das war das Wunderbarſte dabei. Toll machte es ihn, und desperat in ſeinen Spe⸗ culationen; denn hätte ſich eine Geſellſchaft zur Wiederher⸗ ſtellung fauler Eier gebildet, ich bin uͤberzeugt, daß er ein Paar hundert Actien genommen haben wuͤrde. Doch

er iſt dahin.. und vielleicht.. je weniger von ſeinen Verirrungen geredet wird, deſto beſter.«

»Wohl,« ſagte Vatentin,was Ihre jetzige Lage betrifft: Sie muſſen etwas Beſſeres thun, als den Kut⸗ ſcher ſpielen. Ueberlegen Sie ſich die Sache, und beſuchen

Sie mich in einigen Tagen wieder. Findet ſich irgend ein

Geſchäft, das Ihnen zuſagt, ſo laſſen Sie es mich wiſſen, und zeigt ſich nur die kleinſte Ausſicht auf gänſtigen Er⸗ folg, ſo leihe ich Ihnen alles Geld, was Sie zum Anfange brauchen; Sie zahlen es mir dann zuruͤck, wenn ſie reich werden. Einſtweilen,« fuhr er fort, indem er einen Wech⸗ ſel uber hundert Pfund ſchrieb,» geben Sie dieſes Ihrer Frau, und ſagen Sie ihr, ſie ſolle getroſt auf beſſere Zei⸗ ten hoffen.«

Horace ſah eine Weile ſo aus, als könne er nicht glauben, was er hoͤrte, als ihm aber Valentin die Hand druckte, und dabei ihm den Wechſel gab, uͤberwaͤltigte ihn die Dankbarkeit und Thränen ſturzten aus ſeinen Augen.

Ich weiß nicht, was ich ſagen ſoll!« rief er endlich.