Teil eines Werkes 
4. Band (1841)
Entstehung
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264 Valentin Vor

»Sagen Sie nichts,« entgegnete Valentin,und he⸗ ſuchen Sie mich bald wieder.«

Porace wiſchte ſich die Augen aus und ſchickte ſich zum Weggehn an; aber ehe er das Zimmer verließ, ergriff er Valentins Hand und ſagte ernſt und mit tiefem Gefuͤhl:

Ich danke Ihnen im Namen meines armen Weibes und meiner Mutter.«

Valentin ſah ihn ſeitdem haͤufig. Er leiſtete ihm auf jede Weiſe Beiſtand, und Horace verſäumte keine Gelegen⸗ heit, ſeine Dankbarkeit an den Tag zu legen. Er kaufte ihm die Stelle eines Pferdelieferanten, die ein Bedeutendes abwarf, und ſah mit Freuden, wie Horace durch Ordnung und Fleiß immer mehr emporkam.. wahrlich, für Va⸗ lentin, der ſein Gluͤck im Wohlthun fand, war das eine herzliche Freude. Da er unermeßlich reich war, ſo ſtand es in ſeiner Macht, unbeſchränkt Gutes zu thun, und er ließ nie eine Gelegenheit voruͤbergehn. Je gluͤcklicher er An⸗ dere machte, deſto gluͤcklicher fuͤhlte er ſich ſelbſt. Er war von Allen geachtet, die ihn kannten, war geehrt und ge⸗ liebt, und lebte mit ſeiner ſchoͤnen, liebevollen Louiſe, ſeinen ſuͤßen Kindern, ſeiner guten Mutter und Onkel John.. der faſt immer in einem Zuſtande des Entzuͤckens lebte, und ſowohl zu Hauſe als draußen ſelten einen Augenblick hin⸗ brachte, ohne eins von den Kindern auf ſeinem Schooße zu haben fortwährend in dem reinſten Genuſſe der Ge⸗ ſundheit, des Reichthums, der Ehre und der Zufriedenheit.

Ende.