Teil eines Werkes 
4. Band (1841)
Entstehung
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Valentin Vox

ſprochen hatte, was nicht eher geſchah, als bis alle Hoff⸗ nung fort war, dadurch, daß ich den Stallknechten bei dem Putzen der Pferde und dergleichen half, ein Paar Sirpence zu eruͤbrigen, die mich eine Zeit lang uͤber Waſ⸗ ſer hielten, bis einer der Stallknechte zum Reitknechte avan⸗ cirte, da trat ich in ſeine Stelle, und ſo gelang es mir nach und nach, da ich mit den Pferden ganz gut umzugehen weiß, auf den Bock zu kommen. Das erfuͤllt alle meine Wuͤnſche. ich bin ſeitdem bei dieſem Geſchaͤfte geblieben die Weiber koͤnnen nun wieder ein Häppchen Fleiſch einholen, und Alles geht gut, obſchon ich fuͤrchte, meine Mutter wird den Tod des Alten nicht uͤberſtehen.... Wie er aber darauf kam, auf dieſe Weiſe aus der Welt zu ge⸗ hen, kann ich nicht klein kriegen.«

Vermuthlich war er wahnſinnig geworden!«

Die Wahrheit zu ſagen... und warum ſollte ich es auch jetzt noch verheimlichen?... ſeit jener ungluckſeligen Geſchichte war es ihm nicht recht im Kopfe. Sein Geiſt war ſtets krank und verwirrt, und ſeine Einbildungskraft immer unterwegs. Fortwährend beſchwur er ein Geſpenſt, da er ſich immer einbildete, ſein Bruder ſtände vor ihm. Was ihn aber am Meiſten erſchutterte, war der umſtand, daß ſein Bruder ihm ſein ganzes Vermoͤgen hinterlaſſen