der Bauchredner. 255
ähnlich. J will tamit nichts Schlimmes von ihr ſage. nein, ſie iſt ein kutes Mädchen, von Herzen ein ſehr kutes Mäbchen; toch i muß ſage, wär' ſie a Piſſel mehr, wie Louieschen, es war' peſſer.«
»Ei, Caroline ſcheint ja immer ſehr freundlich und lie⸗ bevoll zu ſein.«
»Das iſt ſie auch, mein Junge, das iſt ſie! Wenn ſie außer dem Hauſe iſt, penimmt ſie ſich wie eine Prinzeſſin, und tann iſt es funterhuͤbſch in ihrer Kſellſchaft; aber zu Hauſe iſt es nit ſo funtechuͤbſch pei ihr.«
Fred und Caroline beſuchten Valentin haͤufig. Er war des armen Fred Rathgeber, obgleich er ſich nie gradezu in das Mittel legte; jene waren woͤchentlich zweimal und öf⸗ ter bei Valentin zum Eſſen; da aber Caroline niemals ihre Oberherrſchaft blicken ließ, ſo ging Alles vortrefflich, und ihr geſelliges Verhaͤltniß wurde durch nichts geſtort.
Eines Morgens, als Valentin und Louiſe ihren Wagen vorausgeſchickt hatten und nach Pall Mall einen Spazier⸗ gang machten, zog ein ſonderbar ausſehender Kutſcher ihre Aufmerkſamkeit auf ſich, der ſich vor ihnen verbeugte, die Muͤtze abnahm, lächelte und ganz in Extaſe zu ſein ſchien. Valentin ſchuttelte den Kopf, um ihm anzudeuten, daß ſie ſeiner Dienſte nicht beduͤrften; allein der Mann. an


