252 Valentin Vor
Obgleich dieſe Ablehnung in den zarteſten Ausdruͤcken abgefaßt war, verſetzte ſie Raven dennoch den Todesſtoß. Von dem Augenblicke an verließ er das Haus nicht mehr lebend; er hielt ſein Schickſal dadurch für beſiegelt, und da er es dem umſtande zuſchrieb, daß Alles ihn verachte, ſo uberließ er ſich der heftigſten Verzweiflung. Als er auf dem Sterbebette lag, beſuchte ihn Onkel John haͤufig; auch Valentin beſuchte ihn oft, und als die Todesſtunde näher kam, troͤſtete ihn die Gegenwart Louiſens, die er mit all' dem Entzuͤcken liebkoste, wozu ihm die Kraft geblieben war. Aber eben dieſes Eutzucken beſchleunigte ſeinen Tod. Faſt gleich nach ihrem Weggehen hoͤrte er zu athmen auf, mitten in einem Gebete, daß der Himmel ſeinen reichſten Segen ihr ſenden moge.
Sein ganzes Vermoͤgen hinterließ er Valentin, und ob⸗ gleich er Jahre lang in dem glänzendſten Ueberfluſſe ge⸗ lebt, hatte er ſich doch ſo fern von aller Geſellſchaft gehal⸗ ten, daß, waͤren nicht manche Andere des Scheines halber mitgegangen, Onkel John und Valentin die einzigen Perſo⸗ nen geweſen waͤren, die ſeinem Sarge folgten.
Auch Whitely uͤberlebte ihn nicht lange. Die grauſame Behandlung in dem Irrenhauſe hatte ſeine Geſundheit der⸗ maßen zerruͤttet, daß er, als die Aufregung, welche ihm


