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der Bauchredner. 251
alle Verheiratheten ſo gluͤcklich ſind, wie ich; ſind ſie es aber, ſo muß die Ehe etwas Koͤſtliches ſein.«
Raven uͤberlebte den Schlag, der ihn durch Louiſens Verluſt betroffen, nicht lange. Am Hochzeitstage kehrte er, als die Trauung voruͤber war, in dem elendeſten Zuſtande nach Hauſe zuruͤck, und mußte in Folge deſſen mehrere Tage lang das Bett huͤten; doch gelang es der aufmerkſa⸗ men Pflege des Arztes, ihn wieder herzuſtellen. Kaum in⸗ deß war er im Stande, das Bett zu verlaſſen, als er... in einem Briefe, in welchem er ſeine ganze Geſchichte ge⸗ draͤngt erzaͤhlte und uͤber das Vorgefallene wiederholt ſeine tiefſte Reue ausſprach.. einen foͤrmlichen Heirathsantrag an Valentin's Mutter ſandte, mit der feſten Verſicherung, daß der Reſt ſeines Lebens einzig ihrem Gluͤcke geweiht ſein ſolle.
Als die Wittwe dieſen Antrag empfing, wußte ſie erſt nicht, was ſie thun ſollte. Sie fragte Onkel John um Rath, ſie fragte Valentin, ſie fragte Louiſe; als ſie aber aus Niemand ein einziges Wort des Rathes herauspreſſen konnte, war ſie genoͤthigt, ihrem eignen urtheil zu folgen, und das Reſultat dieſes Urtheils war, daß ſie den Antrag auf das Hoͤflichſte ablehnte, aus dem einzigen Grunde, weil es ihr feſter Entſchluß ſei, nicht wieder zu heirathen.


