der Bauchredner. 259
denn da ein Herr in der Maske des Punch, während er ſich uͤber die Front des Pavillons lehnte, ſich den Spaß gemacht hatte, eine Quantität Wein in den Mund einer Maske zu gießen, die ihr Eigenthuͤmer in die Hoͤhe geſcho⸗ ben hatte, um ein Blumenmaͤdchen zu kuͤſſen, ward der Herr, dem dieſe Beleidigung geſchah, daruͤber ſo ungehal⸗ ten, daß er plotzlich aufſprang, in der loblichen Abſicht. Punch uͤber die Bruſtwehr herabzureißen; und dies fuͤhrte er denn auch ſo unbarmherzig aus, daß, da einige»Pfui!« und andere»Bravo!« riefen, ſich auf der Slelle zwei Parteien bildeten und das Gefecht bald allgemein wurde.
Von dem Pavillon aus verbreitete ſich der Kampf all⸗ mälig durch den Garten. Die friedlich Geſinnten ſchrieen änzſtlich, und liefen verzweiflungsvoll in alle Richtungen umher. Einige ſuchten ihre Zuflucht im Theater, aber eben dieſes ward bald eine Arena fuͤr die Gladiatoren, waͤhrend andere in das Schenkzimmer in der Naͤhe des Eingangs ſtuͤrmten, wo denn das Raſſeln und Klirren der Punſch⸗ bowlen und Glaͤſer bald entſetzlich wurde. Tiſche und Stuͤhle wurden zerbrochen, Zweige von den Baͤumen geriſſen,— kurz, was nur irgend als Waffe dienen konnte, wurde von den Wuͤthendſten begierig ergriffen, während am aͤußerſten Ende des Gartens die Vernuͤnftigern der intereſſanten Be⸗ ſchäftigung oblagen, die bunten Lampen abzureißen und ſich damit einander geſchickt zu bewerfen, was eine vortreffliche Wirkung machte. Denn da jede Lampe eine Quantität Oel enthielt, ſo wurden dieienigen, welche davon getroffen wurden, mit Oel begoſſen, und contraſtirten ergotzlich mit dem wuͤthenden Gemetzel derer, die entſchloſſen zu ſein ſchie⸗


