Teil eines Werkes 
2. Band (1840)
Entstehung
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260 Valentin Vor

nen, Alles aufzubieten, um den Gegnern ſo viel Schaden als moͤglich zuzufuͤgen.

Valentin hielt ſich vorſichtig von dem Allen fern. Er ſah, wie die Kaͤmpfenden ohne unterſchied desperate Hiebe austheilten, und hatte keine Neigung, ſich mit ihnen zu verbinden, da ihre Waffen hie und da eine furchtbare Wir⸗ kung machten. Die Mäͤnner ſchimpften und fluchten, während die Frauenzimmer kreiſchten; einige lagen zappelnd am Boden, während Andere auf ihnen umhertraten; dieſe kletterten in den Pavillon, waͤhrend jene daraus auf die Köpfe der un⸗ tenſtehenden herabſprangen; kurz, ſie fochten ſo wild, und ſchrieen ſo wuͤthend, daß eine entſprechende Zahl von Losge⸗ laſſenen Tollen weder mehr Lärm gemacht, noch desperater gekämpft haben koͤnnte.

Die Polizei that alles Moͤgliche, um den Zwiſt beizule⸗ gen, konnte aber nicht viel ausrichten; da ſie an Zahl zu gering waren, ſo achtete man ihre Autorität wenig. Den⸗ noch gelang es ihnen endlich nach langer Anſtrengung, der griechiſchen Schoͤnen habhaft zu werden, die ſie dann aus dem Garten ſchleppten, um ſie einzuſperren. Valentin, der keineswegs bedauerte, bei dieſem Schauſpiele zugegen gewe⸗ ſen zu ſein, aber genug von den Tollen geſehn hatte, die ſich herumſchlugen, ohne zu wiſſen, warum oder mit wem, verließ ſie, während das Handgemenge noch immer fortdau⸗ erte, und hatte grade noch Geld genug, um ſich nach Hauſe fahren zu laſſen, und keinen Heller mehr.

Ende des zweiten Bandes.