Teil eines Werkes 
2. Band (1840)
Entstehung
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258 Valentin Vor

die Tochter der alten Mutter Maxwell wiſſen Sie das nicht?«

Davon wußte nun Valentin allerdings nichts, aber wohl, daß er ſchaͤndlich hinter das Licht gefuͤhrt ſei.»Aber was war die Veranlaſſung dieſes Kampfes?« fragte er.

»Sehen Sie, entgegnete die Nonne,»vor etwa einer Stunde verſammelt Hannchen einige Mädchen um ſich, und tractirte ſie mit Champagner, und dann mit Grog. Sie ſagte, ſie habe eben eine Unſchuld geſpielt gegen einen ge⸗ fuͤhlvollen jungen Narren, dem ſie ein Paar Sovereigns ablockte, wofuͤr ſie nach ihrem Vater zuruͤckkehren ſollte, und ſie lachte ſo herzlich, als ſie ihnen zeigte, wie ſie das angefangen, und trank ſo unmaͤßig, daß ſie, als ſie alles Geld ausgegeben hatte, anfing zu zanken was ſie immer thut, wenn ſie getrunken hat. Sie fiel uͤber das erſte beſte Maͤdchen her, deſſen ſie habhaft werden konnte, und das war nun grade die arme Beſenbinderin, ein ſo harmloſes Geſchoͤpf, als je gelebt hat.«

»Der ihr das Geld gab, muß wohl ein rechter Narr geweſen ſein,« bemerkte Valentin, und erwartete keineswegs eine fur ihn ſchmeichelhafte Antwort.

»Ich weiß es nicht,« entgegnete die Nonne.»Wenn ſie einen Angriff auf einen Mann macht, ſo läͤßt ſie nicht von ihm ab, bis ſie ihren Zweck erreicht hat. Wer Fuchs⸗ hannchen widerſtehen will, muß ein ganzer Mann ſein«

In dem Augenblicke begann der Kampf von Neuem, und wurde bald allgemein, da mehrere ſich hineinmiſchten. Auch blieb er nicht auf dieſen beſondern Ort beſchraͤnkt,