Teil eines Werkes 
2. Band (1840)
Entstehung
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254 Valentin Vor

ſamkeit, beſuchte uns den folgenden Tag, und da er mit der Lage meines Vaters, der ein ſehr geringes Einkommen hatte, bekannt wurde, ſo verwandte er ſeinen Einfluß zu deſſen Gunſten, und das Reſultat war, daß mein Vater befoͤrdert wurde. Ich.... ja wir Alle waren naturlicher Weiſe ſehr dankbar fur dieſe Gute, und er wurde ein täg⸗ licher Beſucher. Aber ſein Zweck.... den wir leider nicht

bemerkten.... war, mich zu verderben, und das gelang

ihm nur zu gut. Ich entfloh und kam mit ihm nach Lon⸗

don, wo er mir ein Haus miethete, und einige Wochen hin⸗

durch ſehr aufmerkſam und guͤtig gegen mich war. Dann aber wurden ſeine Beſuche immer ſeltener, bis er mich end⸗ lich voͤllig verließ.«

»Und kennt Ihr Vater Ihre jetzige Lage?«

»Nein; ich wagte nicht, an ihn zu ſchreiben.«

»Fuͤrchten Sie, daß er Sie nicht wieder aufnimmt, wenn Sie ihm Ihre Lage ſchildern, und daß Sie zu ihm zuruͤckzukehren wuͤnſchten?«

Ach! ich fuͤrchte es! Da ich aber gehoͤrt hatte, der Graf wuͤrde heute Abend hier ſein, ſo borgte ich mir dieſen Anzug, der einem von denen gleicht, die er mir gab, und kam hieher, um ihn zu bitten, mir eine Summe zu geben,

die es mir moglich machte, zu meinem armen, unglucklichen