Teil eines Werkes 
2. Band (1840)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

,

der Bauchredner. 255

Vater zuruͤckzukehren, daß ich mich reuig ihm zu Fuͤßen werfen, und auf den Knieen ihn um Verzeihung anflehen kann.«

»Wie viel brauchen Sie zu dem Zwecke?« ſagte Va⸗ lentin, den dieſe Erzählung geruͤhrt hatte.

»Mit dreißig Schillingen waͤre mir geholfen,« antwor⸗ tete ſie.Damit kame ich wieder nach Hauſe.«

Valentin zog ſogleich ſeine Boͤrſe heraus. Er hatte nur zwei Sovereigns und etwas Silbergeld, gab ihr die beiden Sovereigns, und bat ſie, mit dem Grafen gar nicht zu ſprechen, ſondern ſogleich nach Hauſe zu gehn, und ſich zur Abreiſe vorzubereiten.

Das arme Maͤdchen ſchien von Dankbarkeit uͤberwältigt zu werden. Warm und beredt dankte ſie ihm tauſendmal, ſegnete ihn, kußte innig ſeine Hand, und verließ den Pavil⸗ lon, ohne daß der Graf ſie geſehen.

Valentin ſuchte nun die Empfindung los zu werden, womit die Erzählung dieſes ſchoͤnen Mädchens ihn erfullt hatte. Er ſteckte ſeine Naſe wieder vor, ging in dem Gar⸗ ten umher, kam bei dem Eremiten voruͤber, und ſetzte die Beſchauer dadurch in Erſtaunen, daß er jenem Worte aus Byron's Corſar in den Mund legte.

Alles das wollte jedoch nicht recht helfen; er kehrte da⸗