Teil eines Werkes 
2. Band (1840)
Entstehung
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der Bauchredner. 253

Er iſt es,« entgegnete ſie;»die Urſach' all' meines Kummers.« Und wiederum drangen Thraͤnen in ihre Au⸗ gen, und ſie ſchluchzte, waͤhrend ſie die Thraͤnen zu ver⸗ bergen ſuchte.

Valentin wandte ſich nach dem Grafen und ſah ihn mit einem Ausdrucke der Verachtung an.

Aber fuͤr ihn,« fuhr das arme Maͤdchen fort,»wuͤrde ich immer tugendhaft, immer rein geblieben ſein.«

Iſt es moͤglich,« ſagte Valentin,»daß ein ſo erbärm⸗ liches Geſchoͤpf, wie der, Ihnen die Tugend geraubt haben kann?«

Sein Titel verlockte mich,« antwortete ſie,»nicht ſeine Perſon.«

Aber wie lernten Sie ihn kennen?« fragte Valentin. »Erzählen Sie mir... erzaͤhlen Sie mir Alles,« und nachdem ſie ihre Aufregung ein wenig beſchwichtigt hatte, erzaͤhlte ſie.

»Mein armer Vater,« ſagte ſie,»iſt ein Geiſtlicher, etwa hundert Meilen von London, und das Leid, in welches ich ihn gebracht, betruͤbt mich mehr, weit mehr, als alles Uebrige. Er nahm mich vor etwa ſechs Monaten zu dem Wahlballe mit. Der Graf war da, ich tanzte mit ihm,

er erzeigte mir den ganzen Abend hindurch viel Aufmerk⸗