Teil eines Werkes 
2. Band (1840)
Entstehung
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252 Valentin Vor

und ſuchte ihre Aufmerkſamkeit auf die groteskeſten Geſtalten zu lenken, die ſich dort zeigten. Er vermochte jedoch nicht, ſie zum Lächeln zu bringen. Sie ſchien fur alle ihr erwie⸗ ſene Aufmerkſamkeit dankbar, unenblich dankbar zu ſein, allein ihre Zuͤge blieben ſtarr, wie Marmor. Sie nur wenig, und ſchwieg, außer wenn eine directe Frage Valentins durch⸗ aus eine Antwort erheiſchte.

Sie ſind heute Abend nicht laufgeräumt?« bemerkte er, nachdem er lange verſucht hatte, ſie zu zerſtreuen.«

»Das bin ich nie,« entgegnete ſie leiſe.»Ach, ich war es ſeit vielen ſchrecklichen Monaten nicht«

In den herzbrechenden Toͤnen, womit ſie dieſe Worte äußerte, lag etwas unwiderſtehlich Ruͤhrendes. Da Valen⸗ tin die Qual, welche ſie auszuſtehn ſchien, nicht noch ver⸗ mehren wollte, ſo brach er ab, und ſuchte nach neuen Ge⸗ genſtaͤnden, die ſie zerſtreuen konnten.

Iſt das der Graf?« fragte eine Perſon, die hinter Valentin ſaß, und wies auf eine kleine, ſchwäͤchliche Figur, die ſich an die Wand des Pavillons lehnte, als koͤnne ſie ſich ohne Stuͤtze nicht aufrecht erhalten.

Die griechiſche Schoͤne fuhr auf, und ſchien ſehr verle⸗ gen zu ſein.

Warum zittern Sie? fragte Valentin.