Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1827) Die beiden Veroneser : Lustspiel / von Shakspeare ; frei bearbeitet von Meyer
Entstehung
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Verlangte dieſe Heirath. Eurem Leben Koͤnnt' jener Vorfall leicht zum Vorwurf dienen, und euch verſcheuchen eurer Zukunft Gluͤck. Als Witthum bleiben ſeine Guͤter euch, Die durch's Geſetz an uns verfallen ſind, Erkauft damit euch einen beſſeren Gemahl. Mariane.

O nein, mein theurer Fuͤrſt! Ich wuͤnſche

Mir keinen andern, keinen beſſern Mann.

Herzog. Nur dieſen fodert nicht! Wir ſind entſchloſſen. M ariane (vor ihm niederkniend.) Mein guͤt'ger Lehnsherr! Herzog. Muͤht euch nicht umſonſt! Hinweg mit ihm zum Tode. (zu Luciv.) Nun zu euch! Mariane. Mein guͤt'ger Fuͤrſt! O Iſabelle, hüf mir Vereint auf deinen Knieen ihn erbitten. Mein ganzes kuͤnft'ges Leben will ich dir und deinem Dienſte weihn. Herzog.

Habt doch Verſtand, und quält ſie nicht. Wenn ſie kann Gnad' erflehn Fuͤr dieſe That, kann ihres Bruders Geiſt, Wohl auch zerbrechen ſchnell ſein Bett von Stein,

und ſie voll Schreck und Graus von hinnen fuͤhren. Mariane.

8 Ac t.