Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1827) Die beiden Veroneser : Lustspiel / von Shakspeare ; frei bearbeitet von Meyer
Entstehung
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1. Seene, 135

Peter. Ich wollt' er wäre hier, Denn er hat offenbar zu dieſer Klage Die Frauen angeregt. Der Kerkermeiſter Weiß, wo er wohnt. Er ſchaff' ihn ſchnell herbet. Herzog. Ja, auf der Stelle! Und ihr, mein edler, wohlbewährter Vetter, Betheiligt ſeyd ihr ſehr bei dieſer Sache. Beſtraft die Schmach, die ihr erduldet habt, Durch jede Zuͤcht⸗gung, die euch paſſend duͤnkt, Auf einen Augenblick verlaß' ich euch; Ihr aber geht nicht fort, bis die Verleumder Durch euch empfangen ihre Strafe. CEr geht ab). Escalus. Mein Fuͤrſt, wir wollen die Sache voͤllig been⸗ digen. Lucio, ſagtet ihr nicht, daß euch der Moͤnch Ludwig als ein unrechtlicher Menſch bekannt waͤre?

L ucto.

Cucullus non Facit monachum. Er hat nichts Rechtliches an ſich, als ſeine Kleider, und hat die

ſchaͤndlichſten Reden gegen den Herzog ausgeſtoßen.

E s carus.

Wir muͤſſen euch erſuchen, hier zu bleiben, bis er kommt, damit wir die Beweiſe gegen ihn ver⸗ ſtärken. Dieſer Peter muß ein beruͤchtigter Menſch ſeyn.

Lucto.

Wie es nur einen in Wien giebt, das koͤnnt' ihr glauben.