Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1827) Die beiden Veroneser : Lustspiel / von Shakspeare ; frei bearbeitet von Meyer
Entstehung
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Hurtig. Daß ſie nicht ſo ſchoͤn, als von euch geliebt iſt. Valentin. Groß, lieber Hurtig, iſt ihre Schoͤnheit, aber un⸗ begrenzt iſt ihre Holdſeligkeit. Süri3. Das eine iſt freilich gemalt, und das andere ohne allen Werth. Valentin. Was gemalt? Was iſt ohne Werth? Hurtig. Nun, Herr, ſo gemalt, daß Niemand einen Werth auf ihre Schoͤnheit legt. Valentin Was? Wiſſe, ich achte ihre Schoͤnheit hoch. Surtig. Ihr ſaht ſie noch gar nicht, ſeitdem ſie haͤßlich iſt. Valentin. Haͤßlich! ſeit wann? Hurtig. Schon ſeit ſo lange, als ihr ſie liebt. Valentin. Ich habe ſie geliebt, ſeit ich ſie ſah, und ſchoͤn war ſie damals, bei Gott! Hurtig. Wenn ihr ſie liebt, ſo ſeht ihr ſie ja nicht. Valentin. Weshalb nicht? Hurtig. Iſt die Liebe nicht blind? O daß ihr meine Augen haͤttet?