Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1827) Die beiden Veroneser : Lustspiel / von Shakspeare ; frei bearbeitet von Meyer
Entstehung
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Valentin.

Was wuͤrd' ich dann ſehen?

H urtg.

Eure Thorheit und ihre Haͤßlichkeit. Aber in eurer Verliebtheit ſeht ihr kaum, ob ihr Hoſen anhabt oder nicht.

Valentin.

Nun, dann biſt du auch verliebt, Burſche, denn geſtern Morgen ſahſt du nicht, ob meine Schuhe geputzt waren.

Hurtig. Das iſt wahr, Herr. Ich war in mein Bett ver⸗

liebt. Ich dank' euch, daß ihr mich fuͤr meine Liebe

auspruͤgeltet; denn es gibt mir Muth, euch wegen der eurigen zu tadeln. Valentin. Ich brenne fuͤr ſie; ich ſtehe in Flammen! H ürtig. Ich wollte, ihr ſaßet; ihr wuͤrdet eher zur Ver⸗

nunft kommen. Valentin.

Geſtern Abend trug ſie mir auf, einige Zeilen an Einen, den ſie liebt, zu ſchreiben. Hurtig. Und Ihr thatet es? V en. Allerdings. Hurtilg. War das nicht ein lahmes Geſchreibſel? Valentän. Nein, Burſche, ich that mein Stille! da kommt ſie.