Teil eines Werkes 
Neunter Theil (1833) Cymbeline
Entstehung
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408 Anmerkungen

Let's brieſy put on readiness: und Erklaͤrung jener von Banquo gebrauchten Me⸗ apher. Donalb.um ſo blutsverwandter, So mehr verwandt dem Tode. The near in Plood, the nearer bloody. Unſer Vater iſt umgebracht, ſagt D., wir, ſeine Soͤhne, ſind ihm die naͤchſten im Blut; iſt der Koͤnig, ſo wie es ſcheint, aus Ehr⸗ ſucht erſchlagen, ſo ſind wir die naͤchſten, die man ebenfalls hin⸗ weg raͤumen muß. Es iſt nicht nothwendig, wie Steevens meint, daß D. hier ſchon an Macbeth denkt, der ſein Oheim war; er iſt der naͤchſte Verwandte des Koͤniges: ſo erklaͤrt St. die Worte.

Der moͤrderiſche Pfeil iſt abgeſchoſſen, faͤhrt Malcolm fort, und fliegt noch dies zeigt am deutlichſten, daß St. irrt

The murderous shaft that's shot Hath not yet lighted; Dieſe Verſe faßt Steevens richtig und widerſpricht ſich ſekbſt.

S. 307. Banquo.(Wie, Macbeth, ihre Wort' an

dich beſtaͤtgen,) (As upon thee, Macheth, their speeches shine) Das Verb. shine ſoll hier nichts von Glanz, Schimmer, oder dergl. ausſagen, ſondern es iſt unſer beſcheinen, beſtaͤtigen, beſcheinigen. Das Wort kommt aber nur ſelten ſo vor. Maecb.und Ich bitt' um Eure Gegenwart. And T'll request your presence. Hier viele uͤberfluͤſige Bemerkungen der Editoren, die lieber 1 request, nach jetzigem Sprachgebrauch leſen wollen. Sie beden⸗ ken aber nicht, daß Macheth hier zu Banquo ſehr hoͤflich und verbindlich ſprechen will, und darum ſagt er, wie man damals dieſen Unterſchied machte: I will request. I request waͤre ſchon mehr, obgleich request die Bitte enthaͤlt, hertiſch und befehlend. S. 312. Z. 5. v. o. Macheth.Lieber bei dem Todten ſeyn, den Frieden uns zu ſchaffen, zum Frieden wir geſandt. Nach dem Hrig.: Whom we, to gain our peace, have sent to peace. Wie matt die Verbeſſerung, hier place füͤr peace zu leſen.

S. 314. Vierte Szene. Macbeth.Die Wir⸗ thin nahm ſchon ihren Platz. Our hostess keeps her state. state der Prachtſeſſel, der oft, und auch hier vielleicht, den Baldachin uber ſich hatte. Wenn dies die Cdit. erklaͤren, ſo iſt auch das Wichtigere zu bemerken, daß die Koͤnigin ſo tief in ſich verſunken iſt, daß ſie ihre Gaͤſte nicht anredet und nicht zu be⸗ merken ſcheint. Immerdar ſucht er ſie, ſo wie ſie ihn zu ermun⸗ tern, wenn ſie allein ſind; in Geſellſchaft bewacht eins das andre, damit ſich keins verrathe. Immer vergeblich.

S. 315. Banquo's Geiſt kommt und ſest ſich