Teil eines Werkes 
Neunter Theil (1833) Cymbeline
Entstehung
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zum neunten Bande. 391

perbet hirzuzufügen, und mit der Betrachtung uͤber die Eitelkeit zu endigen.

S. 231. Z. 3. v. v. Rom.Du kennſt mich nicht. Warum die ſieben jetzt folgenden Verſe in der Ueberſetzung Schle⸗ gels fehlten, weiß ich nicht. Vielleicht nur Auslaſſung des Druk⸗ kers, denn ſie ſind nothwendig.

Indem Romeo die Degen der Kaͤmpfenden niederſchlaͤgt, iſt erlaͤuternd jetzt hinzugefuͤgt worden, um dem Mißverſtaͤndniß vorzubeugen, daß nicht etwa, die ſpaͤ⸗ tern Worte falſch verſtehend, Romeo von hinten den Mercutio um die Bruſt faßt, wie ich es von Schauſpielern geſehn habe, die ſich fuͤr Kundige gaben.

S. 235. V. 11. v. u.und ſterb' ich ei nimm' ihn

u. ſ. w. and, when I shall die, die Leſeart von allen authentiſchen Ausg. ſtatt des when he shall die, einer ſpaͤtern Quart. Warum die Edit. dies aufnahmen, iſt unverſtaͤndlich, da jenes 1 ſchoͤner und poetiſcher iſt. Sie erwartet die Nacht, und bittet dieſe, ihr ihren Romeo zu geben; laß ihn ein, ſpricht ſie, bis

ich geſtorben bin, dann gebe ich ihn dir zuruͤck, und du magſt

dann, um dich recht mit ihm zu ſchmuͤcken, Sterne aus ihm bilden.

S. 236. Julia.und giftiger iſt bloßes Ja, dieſe vier Verſe ſind von ſo ungemeiner Schoͤnheit, ſie druͤcken in einer Art Wortſpiel Schmerz und Verzweiftung ſo großartig aus, daß ich es nicht unterlaſſen konnte, ſie einzufuͤhren, wenn gleich der Doppelſinn des k, welches Ich und Ja zugleich bedeu⸗ tet, im Deutſchen nicht angedeutet werden kann. Sam. John⸗ ſon meint, nach ſeiner Art, dieſe Verſe waͤren ſo elend, daß jede Erklaͤrung an ſie verſchwendet ſey.

S. 237. V. 7. v. ov.Raubgierger Rabe du, dieſer und der folgende Vers ſind nach dem Orig. eingefuͤgt. Der erſte hat Schwierigkeiten.

V. 14. v. u.Weilt mit Beſchaͤmung nur auf ſeiner Stirn.

Upon his brow shame is asham'd to sit u. ſ. w. So wie die Frage der Amme:

Will you speak well of him that kill'd your cousin? Und ihre Antwort;

Shall I speak ill of him, that is my hasbard? erinnern ſehr an die Sprache Richard des Dritten. Ein ſcharfes Auge ſieht in vielen Stellen, wie der Dichter mit jenen Erin⸗ nerungen kaͤmpft und ringt, um ſich die neue Sprache, die er fuͤr dieſes Trauerſpiel der Liebe braucht, frei anzueignen.

S. 240. V. 13. v. o.Doch Romeo darf nicht, er iſt ver⸗ bannt! Es druͤckt den Schmerz und die Verzweiflung mehr

aus, wenn er jetzt erſt, die Rede verwirrend, wieder darauf zuruͤck