Teil eines Werkes 
Neunter Theil (1833) Cymbeline
Entstehung
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zum neunten Bande. 383

antwortet wieder mit einem gemeinen Sprichwort: with that face? Ich liebe, faͤhrt er fort, und wenn ſie erwiedert: 30 I heard Jou say ſo iſt das keine Antwort, ſondern wieder Sprichwoͤrtlichkeit, wie etwa: ein altes Lied, alte Geſchichten. Lebe wohl, beſchließt er, und ſie: fair weather after Jou! Eine impertinente Abfertigung, wenn der Bauer hinter einem Laͤſtigen, oder groben Menſchen dies her ruft.

In einem alten Stuͤck von Lyly, Mother Bombie,(ſ. Old Plays, Vol. I.(die Fortſetzung von Dodsly's Sammlung] p. 230.) erſcheint ein halb bloͤdſinniges Maͤdchen, die einem jun⸗ gen Mann, der ihr von Liebe vorſpricht, eben ſo in lauter baͤuri⸗ ſchen Sprichwoͤrtlichkeiten antwortet. Wie er kein vernuͤnftiges Wort vernimmt, ſagt er endlich: Now I perceive thy folſy who hast raked together all the odd plind phrases that help them that know not how to discourse, Put when they cannot answer wisely, either with gybing coyer their rudeness, or by some new coined byword bewray their peevishness. S. 256. iſt eine zweite Sz. aͤhnlicher Art. und wie dies die Sprache der Maͤgde war, ſieht man aus der Bemerkung des Lucio; here's courting for a conduit or a bake house. Ein Liebesgeſpräch, wie beim Brunnen oder vor dem Baͤckerladen.

S. 120. Zweite Szene. Hier fangen die engliſchen Ausgaben den dritten Akt an. Wie ſchon oͤfter bemerkt iſt: es wurde auf dem Sommer-Theater, dem Globus, das meiſte von Sh. und andern Dichtern ohne Abtheilung der Akte geſpielt. Die Eintheilung iſt ſpaͤter und willkuͤhrlich. Dieſe Comoͤdie be⸗ ſteht aus neun Szenen: drum kann man bequem aus zweien, ſchon des Gegenſatzes der poetiſchen und proſaiſchen Perſonen wegen, einen Akt bilden. Die neunte, laͤngſte, in der alle Figu⸗ ren zuſammen treten, macht dann den fuͤnften Akt.

S. 134. Z. 9. v. u.Des Giüulio Rieſenzwerg Dieſe Schilderung des Amor oder Cupido, ironiſch und humoriſtiſch, iſt ſo, daß ſich nur gewagt etwas daruͤber bemerken laͤßt. In⸗ wiefern Shakeſpear ein Kenner von Gemaͤlden war, ob und wie er die Kunſturtheile ſeiner Zeitgenoſſen theilte, iſt ſchwer zu ent⸗ ſcheiden. Doch(wie es zu gehn pflegt) war in ſeinem Zeitalter die Schule Rafaels beruͤhmter, als Rafael ſelbſt; im Winter⸗ maͤhrchen hat Sh. ein Zeugniß abgelegt, daß Julio Romano in England fuͤr das Hoͤchſte der Kunſt galt, daß dieſer, ſprichwoͤrt⸗ lich, wenn man das Vollkommenſte nennen wollte, ausgeſpro⸗ chen wurde. Wer Mantug kennt, kennt auch die Gemaͤlde dort, in welchen die Gewalt des Amor, der dem Jupiter ſeine Blitze, dem Mars ſeine Waffen raubt, ſinnbildlich vortrefflich dargeſtellt ſind. Hier nun ergeht ſich Biron in der Schildrung der Macht des großen kleinen Gottes: lauter Antitheſen, This senior junior giant dwarf, don Cupid; ſo leſen die Editoren. Die Fol, u. die Quart leſen:

This signor Junio's giant dwarf don Cupid