Teil eines Werkes 
Neunter Theil (1833) Cymbeline
Entstehung
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Sz. 7. Cymbeline.

Wie in der Wahl des einzig edeln Mannes, Der fehllos iſt; zu ihm die Herzensliebe Gab mir die Sichtung ein; doch, allen ungleich, Schuf Euch der Himmel ſpreulos. Drum vergebt. Imog. Jetzt iſt es gut, mein Herr: Wos ich am Hof vermag, ſteht Euch zu Dienſt. Jach. Ich dank' in Demuth. Faſt hätt' ich vergeſſen um Eure Huld zu flehn in kleiner Sache, Und wichtig doch, denn Euren Herrn betrifft es; Ich ſelbſt und ein'ge Freunde nehmen Theil An dem Geſchaͤft. Imog. So ſagt mir, was es iſt. Jach. Ein Dutzend von uns Roͤmern, und Eu'r Gatte, Die ſchoͤnſte Feder unſter Schwinge, kauften Gemeinſam fur den Kaiſer ein Geſchenk; Ich, der Agent der andern, that's in Frankreich; S iſt Silberzeug von ſeltner Arbeit, Steine Mit reicher, edler Faſſung; großen Werth's, Und etwas ängſtlich bin ich hier, als Fremder, Sie ſicher zu verwahren: Naͤhmet Ihr Sie wohl in guͤt'ge Obhut? Imog. Herzlich gernz Fuͤr Ihre Sicherheit buͤrgt Euch mein Wort: Und da mein Gatte Theil dran hat, bewahrt ſie Mein Schlafgemach. Jach. Sie ſind in einer Kiſte, Bei meinen Leuten: und ich bin ſo kuͤhn

Sie Euch zu ſenden, nur fuͤr dieſe Nacht;

Ich muß an Bord ſchon morgen. Imog. O, nein, nein. Jach. Verzeiht, ich ſonſt kommt mein Wort zu urz, Verlaͤngr' ich meine Reiſe. Von Calais Kreuzt' ich die See, mein Wunſch war's und Verſprechen, Zu ſehn Eu'r Hoheit. Imog. Dank fuͤr Eure Muͤh'; Doch morgen reiſt Ihr nicht. Jach. Ich muß, Prinzeſſin; Drum bitt' ich ſehr, wenn Ihr noch Euren Herrn Durch Briefe gruͤßen wollt, ſo thut's heut Abend: Ich blieb zu lange ſchon; und wichtig iſt Die Ueberreichung des Geſchenks.