Teil eines Werkes 
Neunter Theil (1833) Cymbeline
Entstehung
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W Cymbeline. A. I.

Zur Kraͤnkung Euch, von Eurem Golde? Rächt es.

Ich weihe ſelbſt mich Euren ſuͤßen Freuden;

Weit edler als der Fluͤchtling Eures Lagers;

Und werde feſt an Eurer Liebe halten,

So ſicher wie geheim.

Imog. Heda, Pifanio

Jach. Laßt Euren Lippen meinen Dienſt verpfänden, Imog, Hinweg! Fluch meinen Ohren, die ſo lange

Dich angehoͤrt. Waͤr'ſt du ein Mann von Ehre,

Du haͤtt'ſt um Tugend dies erzaͤhlt, und nicht

Fuͤr einen Zweck ſo ietig als befremdend.

Du ſchmaͤhſt'nen edlen Mann, der ſo entfernt

Von deiner Schild'rung iſt, wie du von Ehre;

Und buhlſt um eine Frau, die dich verabſcheut,

Dich und den Teufel gleich. Piſanio, he!

Dem Koͤnig meinem Vater wird gemeldet

Dein Angriff: und wenn er es ſchicklich findet,

Daß hier am Hof ein frecher Fremdling marktet,

Wie in dem roͤm'ſchen Bad, und viehiſch darlegt

Den ſchnoͤden Sinn; ſo hat er einen Hof,

Fuͤr den er wenig ſorgt, und eine Tochter,

Die er fuͤr gar nichts achtet. He, Piſanio! Jach. S ſel'ger Leonatus! ſo nun ſprech' ich;

Der feſte Glaube deiner edeln Gattin

Verdient wohl deine Treu'; und deiner Tugend

Vollendung ihren Glauben! Lange lebt begluͤckt!

O Weib des Edelſten, den je ein Land

Den Seinen nannte! und Ihr, ſeine Herrin,

Die nur der Edelſte verdient! Verzeiht,

Ich fprach dies, pruͤfend nur ob Euer Zutraun

Tief Wurzel ſchlug; ſo wird nun Euer Gatte,

Das was er iſt, erneut; Und er iſt einer

Von reinſten Sitten; ſolch ein hohes Weſen,

Daß Zauber die Gefährten an ihn bindet;

Der Herzen Haͤlft' iſt ſein.

Imog. Ihr ſoͤhnt mich aus.

Die Huld'gung, die ihm wird, hebt ihn empor Vor gllen Sterblichen. Seyd nicht erzurnt, Erhabne Fuͤpſtin, daß ich es gewagt

Durch Luͤge Euch zu pruͤfen; Eure Weisheit Hat durch den feſten Sinn ſich neu bewaͤhrt,

Jach. Verehrt, ein Gott, ſitt er im Kreis der Wenſch 8