Teil eines Werkes 
Neunter Theil (1833) Cymbeline
Entstehung
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I.

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Sz. 7. Cymbeline. 23

Dadurch geheilt), entdeckt mir, was zugleich Euch ſpornt und zuͤgelt. Jach. Haͤtt' ich dieſe Wange Die Lippe drauf zu baden; dieſe Hand, Die, nur beruͤhrt, des Fuͤhlens Seele zwingt Zum Eid der Treu'; dies Angeſicht, das feſſelt Das wilde Schweifen meines Auges, einzig Es hier entzuͤndend: Wuͤrd' ich geifern dann Mit Lippen(Schmach!) gemein, ſo wie die Stufen Zum Capitol; und Haͤnde druͤcken, hart. Durch ſtete Falſchheit(Falſchheit ihre Arbeit) ann in ein Auge blinzeln, niedertraͤchtig, Und glorreich wie das qualm'ge Licht, das ſich Von ranz'gem Talge nährt? Gerechte Strafe, Wenn aller Hoͤllenfluch auf ſolchen Abfall Zugleich ſich ſturzte. Imog. Mein Gemal, ich furchte, Vergaß Brittanien. Jach. Und ſich ſelbſt. Nicht gern Gab ich aus freier Neigung dieſe Kunde Von ſeinem Bettlertauſch; nur Euer Reiz Beſchwor, aus ſtummſtem Gram, auf meine Zunge Das herbe Wort. Imog. Laßt mich kein zweites hören. Jach. O göttlich Weſen! Eure Schmach erſchuͤttert Krankhaft mein Herz. Ein Frauenbild, ſo ſchoͤn, Und Erbin eines Faiſerthums, erhoͤhte Zu Doppelkraft den groͤßten Koͤnig! Dirnen Nun zugeſellt, bezahit von Ausſtattung, Die Ihr ihm ſchenkt! mit angeſteckten Laufern, ie um Gewinn mit jeder Krankheit koſen, Durch die Natur verweſet! Stoff ſo aͤtzend, Daß er das Gift vergiften koͤnnte! Raͤcht Euch; Sonſt war, die Euch gebar, nicht Koͤnigin, Und Ihr entartet Eurem großen Stamm. Imog. Mich raͤchen! Wie koͤnnt' ich wohl mich raͤchen? Iſt dies wahr (Doch hab' ich ſolch ein Herz, das meine Ohren So ſchnell nicht taͤuſchen ſollen), iſt es wahr, Wie könnt' ich wohl mich raͤchen? Jach. Er ließe mich, Im kalten Bett, wie Dianens Prieſt'rin, leben? Indeß er frevelt in den frechſten Luſten,